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Tag der offenen Gartentür

Prappach – blühende Perle am Sterzelbach

"Tag der offenen Gartentür" lockte am Sonntag, 30. Juni 2013, Tausende von Besuchern in den Haßfurter Stadtteil 

Viele Tausend Besucher kamen zum Tag der offenen Gartentür in Prappach, Martin Gschwender, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Prappach, Landrat Rudolf Handwerker, die Gartenbesitzerin Diana Mußbach, Bürgermeister Rudi Eck sowie die Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, Guntram Ulsamer und Johannes Bayer (von links), eröffneten den Tag und besichtigten als erstes den Garten von Diana Mußbach. 
Prappach ist nicht nur die "Perle am Sterzelbach", der Haßfurter Stadtteil ist auch eine grüne und blühende Oase. Davon überzeugten sich Tausende von Besuchern beim "Tag der offenen Gartentür", den der Verschönerungsverein Prappach, der Kreisverband für Gartenbau- und Landespflege Haßberge und die Stadt Haßfurt gemeinsam veranstalteten.
"Die Prappacher haben nicht nur Wein, sondern von jeher auch Lebensart. An den Ufern des Sterzelbaches konnte man es sich schon immer gut gehen lassen, die Bäume rauschen hören, den Grillen lauschen und in die knackigsten Äpfel und Birnen beißen." Mit diesen Worten eröffnete Landrat Rudolf Handwerker den "Tag der offenen Gartentür" nach dem feierlichen Gottesdienst auf dem Dorfplatz. Die Lust am Gärtnern habe nichts an Attraktivität verloren, sagte er, denn für viele Menschen sei der eigene Garten eine Oase der Ruhe und Entspannung. Außerdem könne die Gartenarbeit – auch wenn sie noch so anstrengend und schweißtreibend sei – ein wertvoller Ausgleich zum Alltagsstress sein. "Ich finde es beeindruckend, wie viel Liebe und Mühe die Prappacher in ihre Gartenanlagen investieren", so Handwerker, der betonte, dass 90 Prozent der großflächigen Gärten als Nutzgärten bewirtschaftet würden. Das zeige, dass die Menschen wieder selbst ihr eigenes Gemüse anpflanzen wollten, um zu wissen, was sie essen und woher es kommt. "Die Aktion ,Offene Gartentür', die auch lebendiger und aktiver Naturschutz ist, lenkt wieder einmal den Blick der Öffentlichkeit auf das enorme private Engagement von Gartenbesitzern, die mit ihrer Arbeit wesentlich dazu beitragen, dass der Landkreis grünt und blüht. Darum danke ich allen Prappachern, die heute ihre Gärten öffnen, dem Verschönerungsverein mit seinem Vorsitzenden Martin Gschwender und allen Vereinen des Ortes sowie den Bürgern aus Prappach", so der Landrat. Den Gästen wünschte er einen interessanten Aufenthalt: "Gehen Sie auf Entdeckungsreise und sammeln viele neue Gartenerlebnisse und Eindrücke!"
Auch Bürgermeister Rudi Eck lobte die Kreativität, die Geduld, das Wissen und den ständigen Einsatz der Prappacher "Gärtner", die an diesem Tag verborgene Schätze des Stadtteils für ein paar Stunden zugänglich machten. "Der Tag heute weckt auch das Bewusstsein dafür, dass die Gärten und Grünflächen unserer Stadt nicht nur das Auge laben, sondern auch als grüne Lungen wirken und der Umwelt und damit den Menschen zugutekommen", so der Bürgermeister. Jeder Garten sei einzigartig und die Besitzer böten Erläuterungen aus erster Hand. Dafür gebühre ihnen Dank und Anerkennung. Dem schloss sich Martin Gschwender, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Prappach, an. Er dankte der Stadt Haßfurt, dem Stadtwerk, dem Kreisverband, allen Vereinen aus Prappach und den Sterzelbacher Musikanten, der Sängerlust sowie Jochen und Judith Hutzel (Harfe, Gesang, Zither und Flöte) für die musikalische Begleitung.
Anschließend strömten bei herrlichem Wetter und viel Sonnenschein mehrere Tausend Besucher aus dem gesamten Landkreis durch die Paradiese, die "grünen Wohnzimmer" und Oasen, die die Prappacher Bürger geschaffen haben und die ganz unterschiedliche Funktionen besitzen. Neben den offenen Gärten zogen aber auch die Aussteller und der Kolumbienkreis Pfarrweisach, der das Hilfswerk "Weg der Hoffnung" in Kolumbien unterstützt, die Besucher an. So zeigten Cristian Cruz und Magdalena Soaiza mehrere Tänze aus ihrer Heimat, während es beim Glücksrad schöne, von mehreren Gärtnereien des Landkreises gestiftete Pflanzen zu gewinnen gab.
Der 4000m² große Bauerngarten von Diana Mußbach, zu dem auch eine Kleintierhaltung zählt, fand unter anderem die Bewunderung von Sabine Schneider aus Hainert: "Der Sinn eines Gartens besteht für mich darin, Gemüse, Blumen, Kräuter und Obst zu ziehen. Dies alles hat Diana Mußbach verwirklicht. Der Garten sieht scheinbar nicht ordentlich aus, aber alles hat darin seine Ordnung." Wie die Gartenbesitzerin mitteilte, werde der Garten von ihrem Mann Enrico, ihrer Großmutter Klara Ankenbrand und ihr selbst bewirtschaftet. "Wir öffnen heute unser Reich, zu dem auch Gänse, Enten, Masthähnchen, Hühner und Wachteln gehören, weil wir einmal zeigen wollten, was wir alles haben, und weil das selbst in Prappach nur wenige wissen", erklärte sie. Ihre Mutter, die Kräuterpädagogin Blanka Kettler aus Hellingen, verwöhnte derweil ihre Gäste mit Sirup aus verschiedenen Rosen.
Prappach hat nicht nur viele Hobbygärtner, sondern auch mehrere Berufsgärtner, die ihren Garten ebenfalls öffneten. Während der gelernte Gemüsebauer Martin Gschwender durch seinen Nutz- und Wohngarten führte, präsentierte der Zierpflanzengärtner Michael Müller seinen Steingarten mit Bachlauf, in dem er Zeder, Ahorn, Edelweiß, Gräser und Blumen angepflanzt hat, seinen Teich mit Goldfischen und Wasserrosen und sein Gemüsebeet im Hof seiner Eltern Franz und Jenny Müller sowie den herrlichen Vorgarten. "Ich bin der Meinung, dass unser Garten schön ist. Daher zeige ich ihn heute gerne", sagte er. Der Landschaftsgärtner Jochen Saum wiederum hat seinem Onkel Rudi Rambacher als Hochzeitsgeschenk einen Garten auf der Fläche und mit den Materialien eines ehemaligen Stalls im toskanischen Stil mit Terrasse und Pergola, mit Staudenrabatten, einer weidenblätterigen Birne und Rosen angelegt. "Hier macht das Gärtnern Spaß", so Rudi Rambacher, der mit seiner Frau außerdem noch einen 1400m² großen Nutzgarten bewirtschaftet.
Dass man an solch einem Tag viele Anregungen erhalten konnte, bestätigten Irmgard und Werner Karbacher aus Obersteinbach. "Wir haben schon etliche Gärten bewundert und uns inspirieren lassen", erklärten sie. "Denn wir wollen in unserem 2000m² großen Garten demnächst einen Teich anlegen, weitere Blumen, Sträucher und Bäume setzen und einen Steingarten anlegen."
Auch Annette Beuschel aus Limbach und Elisabeth Uhl aus Sand waren begeistert. "Die Grotte im Garten von Renate Räth und Alfred Eichelmann ist ein Hingucker", schwärmten die leidenschaftlichen Gärtnerinnen. "Aber auch alle anderen Gärten haben uns sehr gefallen."

Tag der offenen Gartentür 

Liebe Gartenfreunde, 

das eigene Grün um das Zuhause ist für viele Menschen der zentrale Vermittler zur Natur. Der eigene Garten ist aber nicht mit "Natur" im Sinne von Wildnis" gleichzusetzen. Das Wohnumfeld ist ein Werk von Menschenhand, das der Gartenbesitzer formt. Er plant, pflanzt und greift lenkend ein, denn die Pflanzen wachsen nach ihren eigenen Gesetzen. 
Das Zusammenspiel von Mensch und Naturkräften schafft erst den besonderen Reiz des privaten Freiraums. 
So hat jeder Garten sein eigenes Erscheinungsbild, keiner gleicht dem anderen. In unserer oft hektischen Zeit verspricht das Grün um das Haus nicht nur gesundes Obst und Gemüse, sondern auch den Abbau von berufsbedingtem Stress durch Entspannen, Naturerleben und 
körperliche Aktivität. Lassen Sie sich mit dem Faltblatt einladen, dem Reiz ganz unterschiedlicher Gärten nachzuspüren, neue Eindrücke zu gewinnen und Gleichgesinnte zu treffen. 
Zum Vormerken darf ich Sie bereits auf die nächste Aktion am Sonntag, dem 30. Juni 2013, aufmerksam machen.

Auszug aus dem Flyer von 2012

gez.
Josef Hofbauer

 






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