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Vereinschronik

 

Hier finden Sie Informationen, den Kirchenführer und Geschichtliches. Nehmen Sie sich etwas Zeit, es lohnt sich.

Verabschiedung in Prappach von Pfarrer Reinhold Schmitt
Am Sonntag, den 3. August zelebrierte Pfarrer Schmitt seinen letzten Gottesdienst für die Pfarreiengemeinschaft St. Kilian in Prappach.

Herrn Willi Hofmann 25.06.1941 - 21.11.2007 Die Pfarrgemeinde Prappach trauert um ihren Mesner

04.11.2007 Willi Hofmann aus Prappach wurde für 40 Jahre Mesnerdienst geehrt.

09.09.2007 Pfarrer Pater Reinhold Schmitt feiert 75. Geburtstag

03.09.2007 Verabschiedung von Pastoralreferentin Barbara Heinrich (wechselt in die Pfarrei Zeil)

Ministranteneinführung am 22.07.2007
Am 22.07.2007 wurden die neuen Ministranten von Prappach vorgestellt.
Michael Willim, Janina Pfaab, Silia Full, Fabian Müller.

Pfarrfest am 24.06.07 im Pfarrhof - mit Segnung des restaurierten Bildstock - Richtung Haßfurt.
Eine Spende von 500 Euro überreicht der Frauenbund Prappach.

Am 22.07.2007 wurden die neuen Ministranten von Prappach vorgestellt.Michael Willim, Janina Pfaab, Silia Full, Fabian Müller. im Pfarrhof - mit Segnung des restaurierten Bildstock - Richtung Haßfurt.Eine Spende von 500 Euro überreicht der Frauenbund Prappach.

Pfarrversammlung am 01.04.2007 im Sportheim

Die Firmung, am 23.11.2006 in Prappach.
Bischof Paul-Werner Scheele firmte 49 Christen aus den Stadtteilen.

Die Prappacher-Firmlinge 2006 bei den Senioren.
Mit Spielen und Auftritten haben die Firmlinge den Seniorennachmittag am 16.11.06 mitgestaltet. Zur Erinnerung, bekam jeder der Senioren, eine Kerze mit dem Bild und einem Gruß der Firmlinge.

Am Hochfest Fronleichnam (2006) wurde der gespendetet Kerzenständer für Opferkerzen gesegnet.

 

1. Geschichtliches

1.1 Die Entstehungszeit:

Bereits im 14. Jahrhundert war Prappach eine selbständige Pfarrei, zu der kirchlich die Nachbarorte Sylbach, Ober- und Unterhohenried, Römershofen, Altershausen, Sechstal, Erbrechtshausen (Schafhof bei Königsberg), Windberg und die Kapelle St. Dietrich (zwischen Bischofsheim und Sechstal) gehörten. Damals gab es mit Sicherheit auch schon eine Kirche. Sie befand sich - wie noch heute - inmitten eines befestigten Friedhofs, der von einer Mauer mit offenen Rundtürmen und einem Graben mit Zugbrücke umgeben war. Ein noch heute vorhandener Keller innerhalb dieser Ummauerung könnte darauf hinweisen, dass die Ortseinwohner auch einen oder mehrere Gaden ( = Versorgungs- und evtl. Wohnkeller) besaßen, in die sie im Kriegsfall, z.B. bei einer Belagerung, flüchten konnten. Ein noch heute übrig gebliebenes Rundtürmchen mit Schlüsselschießscharten ist die augenfälligste Erinnerung an die ehemalige Verteidigungskraft.

Das wichtigste Kennzeichen der Wehrkirche ist jedoch der Chorturm. Er ist die eigentliche Zelle der Anlage. Man kann für ganz Franken sagen, dass die Mehrzahl aller Wehrkirchen mit einem massiven Turm begonnen wurde. Über dem Chor mit dem Altar befanden sich Verteidigungsräume, in denen ständig Waffen und Feuerlöschgeräte aufbewahrt wurden. In einer obersten

Kammer diente der Turm der Beobachtung durch den Wachposten. Die barocke Turmhaube dieses trutzigen Wehrturms stammt aus späterer Zeit. Der Begriff "Kirchenburg" trifft für die Prappacher Kirche nicht zu, wenngleich sie die Funktion einer Burg mit übernahm.

Im Friedhof stand die 1512 erbaute und 1792 abgebrochene Markuskapelle mit Ossarium (Gebeinhaus). Eine von dieser Kapelle stammende Sandsteinplatte ist an der Südseite der Kirche (Friedhofseite) angebracht. Die Inschrift besteht aus gotischen Minuskeln und beinhaltet, dass der ehrwürdige Abt vom Kloster Theres, Thomas Heydolff, 1512 am Fest Maria Verkündigung den Grundstein für diese Kapelle gelegt hat. Die Steinplatte wurde von dem Prappacher Bernhard Thein im April 1897 aufgefunden. Wichtig ist auch zu wissen, dass dieser Abt ein Sohn des Dorfes Prappach gewesen sein soll. Diese Friedhofskapelle musste (leider) der Kirchenerweiterung 1792 weichen.

Im Rahmen der Dorferneuerung bekam nach der Startphase 1997/98 das Kirchenumfeld, nämlich Treppenaufgang, Wehrmauer und Kirchenumgang, ein neues Gesicht.

Die erste Umgestaltung durch Fürstbischof Julius Echter (1573 - 1617)

Im Gegenzug zur Reformation erkannte der Würzburger Fürstbischof Julius Echter die Bedeutung einer Frontstellung, die das katholische Prappach gegen das protestantisch gewordene Königsberg einnehmen sollte. Er erneuerte und erweiterte die Prappacher Kirche. Der innere Chorraum - wie wir ihn heute vor uns sehen -ist sicher in dieser Zeit entstanden. Gotische Bauelemente wie spitzbogige Fenster und Gewölbe stammen aus dieser Zeit.

Dass Julius Echter der Pfarrei Prappach eine besondere Bedeutung im Kampf gegen die Reformation beimaß, davon zeugen auch die drei Wappen, in denen er sich in Prappach verewigte (in der Sakristei, im Schlussstein des Chorgewölbes und besonders prunkvoll und wuchtig über dem Sakristeieingang.

Diese drei Wappen und die über dem gotischen Chorbogen eingemeißelte Jahreszahl "1589" rühmen Julius Echter als Bauherrn der Prappacher Kirche (besser: als Bauherrn des gotischen Chorraums und der Sakristei). Sie rühmen Julius Echter aber auch als großen Gegenreformator, also als Gegner des Protestantismus. Julius Echter gab nämlich der Kirche in Prappach 1589 den Erzengel Michael als Kirchenpatron, den Vorkämpfer der Gegen-reformation. Bis dahin hatte die mittelalterliche Kirche als Patrozinium Allerheiligen. Die Darstellung des hl. Michael, der sich mit den Engeln erhoben hat, um gegen den Drachen (Teufel) zu kämpfen, ist gleich dreimal - wenn auch zu späterer Zeit - künstlerisch dargestellt: als großes Deckengemälde, als kleine Holzplastik, als Glasmalerei im Kirchenfenster des Chorraums.

3 Die zweite Umgestaltung und Erweiterung durch Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal (1779 - 1795)

In der Zeit, als Wehrkirchen ihre eigentliche Bedeutung verloren, die Dorfbevölkerung zunahm und bekannte barocke Kirchen wie Vierzehnheiligen oder Maria Limbach entstanden, erfuhr auch die Prappacher Kirche eine Umgestaltung und Erweiterung. Unter Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal wurde an den gotischen Chorraum das barocke Kirchenschiff angebaut. Auch dieser Kirchenfürst hat sich in einem nicht zu übersehenden Wappen verewigt, unter dem die Jahreszahl 1792 aufgetragen ist. Die Kirche erhielt sowohl in der Außenarchitektur als auch in der Raumausstattung ihr barockes Aussehen. Allerdings gilt festzuhalten, dass viele barocke Kunstgegenstände erst zu späterer Zeit die Kirche schmückten (wie die Seitenaltäre und das Deckenfresko).

2. Raum und Kultausstattung

Betritt der Kirchenbesucher den Innenraum, steht er sogleich im rechteckigen Kirchenschiff und blickt geradeaus zum flächenmäßig kleineren quadratischen Chorraum, der durch den Hauptaltar voll ausgefüllt ist. Der große gotische Chorbogen stellt deutlich die Trennlinie dar. Dem Chorraum gegenüber baut sich über dem Haupteingang eine zweigeschossige Emporenfront auf, in deren Mitte die Orgel eine zentrale Stellung bezieht.

Altar und Orgel nehmen nicht nur wichtige Positionen ein; sie sind sich gegenseitig zugewandt, als seien sie sich ihrer korrespondierenden und jeweils spezifischen Rolle im liturgischen Geschehen voll bewusst.

1997 erhielt die Pfarrei St. Michael aus der Orgelwerkstätte Werner Mann, damals Dorfprozelten, eine neue Orgel. Die Vorgängerorgel wurde um 1850 von der Fa. Schlimmbach, Königshofen, eingebaut und zwischen 1920 und 1940 (leider gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen) durch den Orgelbauer Eduard Hofmann aus Hofheim mit einer pneumatischen Röhrentraktur versehen. Die heutige Orgel ist eine mechanische zweimanualige Schleifladenorgel mit 16 Registern und 1030 Pfeifen. Sie wurde am 16. Februar 1997 von Weihbischof Helmut Bauer aus Würzburg eingeweiht und von Regionalkantor Rainer Aberle musikalisch vorgestellt.

Die gesamte Innenausstattung ist im Stil des ausgehenden 18. Jahrhunderts in spätbarocker Manier vorgenommen.

2.1 Die Altäre:

Der aus Holz gearbeitete marmorierte Hauptaltar ist ein typischer Kreuzaltar. Vor dem dunklen Hintergrund eines Altarblattes erstrahlt übermächtig der Gekreuzigte. Seine Mutter Maria und sein Lieblingsjünger Johannes, flankierende barocke Figuren, stehen nahe bei ihm unter seinem Schutz.

Vier korinthische Säulen und schlichter barocker Zierrat umrahmen dieses Altarbild und den darüber thronenden Gott Vater und den hl. Geist.

Seitenaltäre:

Die beiden Seitenaltäre stammen aus der Haßfurter Stadtpfarrkirche. Im Zuge der "Entbarockisierung" der Haßfurter Kirche in den Jahren 1883 - 1889 kamen die beiden Altäre nach Prappach, allerdings ohne die ursprünglichen Altarblätter (Altarbilder).

Der Seitenaltar auf der Evangeliumseite (linke Seite) stellt in seinem dominierenden Altarblatt die Heilige Familie dar, flankiert von den Statuen des hl. Aquilin und des hl. Johannes Nepomuk, beide Priester und Märtyrer. Der Geburtsort des hl Aquilin ist Würzburg. Er ist 1015 in Mailand von Irrlehrern ermordet worden. Johannes Nepomuk ist 1393 in Prag in der Moldau ertränkt worden und wird als böhmischer Nationalheiliger verehrt. Interessant ist auch das kleine Altarbild in der Spitze des Seitenaltars, das den hl. Johannes darstellt, wie er den ersten Satz des ersten Kapitels zu seinem Evangelium schreibt (In principio verbum erat - Im Anfang war das Wort). Nicht unerwähnt sollte ein Medaillon über dem Altarblatt sein, auf dem man die Haßfurter Stadtpfarrkirche zu erkennen meint.

Das Altarblatt auf der Epistelseite (rechter Seitenaltar) stellt die 14 Nothelfer dar, was sowohl aus vergangener als auch aus gegenwärtiger Sicht eine hohe Aussagekraft hat. War doch die Kirche ursprünglich, also vor Julius Echter, den 14 Heiligen geweiht. Beim Anblick dieses Bildes entsteht bei vielen Prappachern eine enge Beziehung zur alljährlichen Wallfahrt in die berühmte Basilika Vierzehnheiligen. Auch diesen Altar rahmen zwei Figuren ein, beide Apostel und Märtyrer: Zum einen der - weniger bekannte - Apostel Judas Thaddäus, der der Legende nach mit einer Keule als Tatwerkzeug erschlagen worden sein soll.

Die andere Figur ist der Apostel Jakobus der Ältere, Bruder von Apostel und Evangelist Johannes, Sohn des Zebedäus und der Mutter Salome. Er erlitt als erster der 12 Apostel den Martertod durch Soldaten von Herodes Agrippa. Seine Gebeine wurden vom Katharinenkloster auf dem Berg Sinai zum Schutz vor den Sarazenen im achten Jhr. nach Spanien (Santiago de Compostella) gebracht. Der Legende nach soll er bis nach Spanien gewandert sein, um zu predigen (Kennzeichen: Wanderstab, Jakobusmuschel).

Auch in diesen Seitenaltar ist im oberen Teil noch zusätzlich ein kleines Altarblatt eingearbeitet, das das Herz Jesu mit einer umschlungenen Dornenkrone darstellt.

Das Deckenfresko

Die schon im klassizistischen Stil stuckierte Decke umrahmt ein wuchtiges Gemälde, auf dem der Kirchenpatron St. Michael im Kampf gegen den Satan dargestellt ist. Eine Signatur nennt als Entstehungszeit das Jahr 1887 und den Namen Stühler. Der Maler hatte den bürgerlichen Namen Johann Stühler, war Malermeister und stammte aus Humprechtshausen. Er wurde im Jahre 1937 vom Blitz erschlagen (nach Heimatforscher Weisel, Zeil). Im Zuge der Deckenrenovierung 1991 ist die realistische Kampfszene wieder deutlich erkennbar.

Totengedenktafel

Prappach hat die Kriegsopfer des 1. und des 2. Weltkrieges nicht vergessen und ihnen eine Gedenktafel in der Kirche gewidmet, auf der die Namen festgehalten sind. Sie erinnert auch an die schweren Kriegstage vom 10. - 12. April 1945, an denen das Dorf durch Bomben und Granaten stark zerstört worden ist. Dabei kamen insgesamt 21 Menschen ums Leben.

Anmerkung:

Der mittelalterliche Abschnitt zur Prappacher Kirchengeschichte bezieht teilweise seine Quellen aus dem Textband zur 750 Jahrfeier der Stadt Haßfurt:

Gerhard Wagner, Der Raum zwischen Haßfurt und Königsberg im Mittelalter, S. 31 ff

Leider ist dort die Geschichte der Ortsteile der Stadt Haßfurt nur bis Ende des 16. Jahrhunderts aufgearbeitet.

Im Jahr 1974 / 75 wurde der Kirchturm renoviert.

Im Jahre 1989 / 90 wurde das Pfarrhaus zu einem Pfarr- und Jugendzentrum umgestaltet und erneuert.

2001 musste das Kirchendach neu gedeckt werden.

2005 wurde das komplette Kirchenumfeld und der Kirchenaufgang (im Rahmen der Dorferneuerung) neu angelegt.


 

Bilder aus unserer Pfarrkirche Sankt Michael

Altarraum

 

Empore mit Orgel

 

Deckenbild

 

Seitenaltar - links

 

 

Seitenaltar - rechts

 

 

Hochaltar

 

 

Wallfahrerschild

 

 

 

 

Zum Neujahrsempfang 2014 hatte die Pfarrgemeinde St. Michael Prappach ins Pfarrhaus eingeladen. Vorsitzende Anette Eichelmann konnte neben Diakon Manfred Griebel, Stadträtin Helene Rümer, den Mitgliedern der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates auch viele Mitglieder der Gemeinde begrüßen. In Ihrer Begrüßung dankte Eichelmann allen, die im abgelaufenen Jahr bei den verschiedenen Aktivitäten mitgeholfen hatten. Mit dem Zitat „Manche Menschen machen die Welt zu etwas besonderem, indem sie einfach nur da sind“  wünschte sich die Vorsitzende, „Nehmen wir uns Zeit füreinander und für andere“. Mit den besten Wünschen für das neue Jahr, viel Gesundheit, Freude am Tun und Freunde, die einem begleiten und zuweilen auch auffangen, schloss Eichelmann Ihre Rede. Kirchenpflegerin Doris Wirth schloss sich in Ihrer Rede dem Dank von Anette Eichelmann an. Vor allen die rüstigen Rentner und all jene, die durch tatkräftige Hilfe die kirchlichen Gebäude und Einrichtungen erhalten und saniert hatten, erwähnte sie. Auch wenn die Bereitschaft der Gemeinde zur Eigenleistung vorhanden war, es konnten nicht alle Maßnahmen in Eigenregie durchgeführt werden. Damit diese Leistungen bezahlt werden können, ist die Gemeinde natürlich auch auf Spenden und das Kirchgeld angewiesen. Wirth bedankte sich deshalb für die gute Spendenbereitschaft der Prappacher. Wie zuvor Anette Räth, wünschte auch Doris Wirth für das Jahr 2014 viel Gesundheit, Freude am Tun und Gottes Segen. Diakon Manfred Griebel sprach in seiner Begrüßung das miteinander in der Gemeinschaft an. Er beklagte, daß es zu beobachten ist, daß gerade diejenigen, die sich für die Allgemeinheit engagieren, oftmals Kritik ausgesetzt sind. Dazu komme auch teilweise der Neid dazu. Es beschäftigt die Menschen  immer wieder, dem anderen wenig zu gönnen. Sinnvoller wäre es, einander zu tragen, Segen füreinander zu sein. Er sprach auch aus seiner täglichen Erfahrung als Krankenhausseelsorger. Häufig höre er die Worte „Das hätte ich nie gedacht, daß ich so etwas erleben müsse. Wie etwa jetzt zu Weihnachtszeit, wo mancher die Tage im Krankenhaus verbringe müsse. Diakon Griebel sprach auch die kommende Pfarrgemeinderatswahl an. Wie in den Vereinen auch gekommen die Pfarrgemeinderäte „ihr Fett“ weg, aber eigentlich bräuchten sie öfters mal Rückenwind, nicht aber hinter dem Rücken über Entscheidungen zu reden. Er wünsche sich, daß die Verantwortlichen mehr Aufmunterung erfahren, dann werde das neue auch ein gutes Jahr. Anschließend unterhielten sich die anwesenden Prappacher bis spät in die Nacht hinein angeregt über abgelaufene Geschehnisse und über die kommenden Veranstaltungen der Pfarrgemeinde.


Am Dreikönigstag zogen 2014 drei Sternsingergruppen durch unser Dorf. Im Anschluß an den Gottesdienst sendete Pfr. Eschenbacher die Jugendlichen feierlich aus. Von Haus zu Haus ziehend sprachen die Mädchen und Jungs ihre Sprüche auf, ließen den Weihrauch in die Wohnungen verströmen, besprengten die Häuser mit Weihwasser und schrieben den traditionellen Segenspruch an die Haustüren und bekamen als Lohn von den Bewohnern eine Spende für das Kindermissionswerk Die Sternsinger. In diesem Jahr war der Schwerpunkt der Sternsingeraktion für die Kinder im Afrikanischen Malawi. Mit ihrem Engagement brachten die Prappacher Sternsinger 1022,33€ zusammen. Grund genug für die Pfarrgemeinde, sich bei den Jugendlichen für ihren Einsatz und allen Spendern für ihren Beitrag mit einem „Vergelt`s Gott“ zu bedanken.



Ski- und Rodel gut, auf diesen hoffnungsvollen Satz wartete der Familienkreis in diesem Jahr vergeblich für das jährlich gemeinsame Winterwochenende im Fichtelgebirge.  Die Wälder waren grün, lediglich die letzen kargen Schneereste und die hauchdünne Eisdecke auf dem Fichtelsee erinnerten daran, das es Mitte Januar ist. Mit dem Brand vor gut 1 ½ Jahren stand zudem eine Attraktion, das Hallenbad mit seiner Saunalandschaft nicht mehr zur Verfügung. Aber auch wenn die Bedingungen dagegen sprachen, die Tage in Fichtelberg-Neubau waren alles andere als langweilig. Die zwischen Bäumen am Gelände des BLSV Heimes gespannten Seile luden jung und alt ein, das Gefühl für de Balance zu testen. Die Fahrt mit dem Sessellift auf den Ochsenkopf war vor allem für die jüngsten Teilnehmer ein beeindruckendes Erlebnis. Die Launen der Natur belohnten sie zudem mit einem eindrucksvollen Schauspiel. Waren doch die Tallagen des Fichtelgebirges im Nebel eingehüllt, präsentierte der Gipfel des Ochsenkopfes ein ganz anders Bild. Konnte man im Tal die Sonne nur durch den Nebel erahnen, strahlte sie darüber in ganzer Pracht. Vom Gipfelpunkt und auf dem Asenturm konnte man über die Wolken hinweg sehen, ein fantastisches Bild eröffnete sich. Die Sonne schien auf die Gegend, die von den Nebelwolken wie in Watte gepackt zu Füßen lag. Aber auch im Tal gab es einiges zu erleben, was sonst an schneereichen Tagen nicht von großen Interesse ist. Der traditionelle Anstieg zum Seehaus auf dem Nußhardt der Wanderbegeisternden wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis. Jochen hatte nämlich seine Zitter mit hoch getragen. In der idyllisch gelegen Wirtschaft des Seehause erfreute er mit seiner musikalischen Kunst die Gäste. Die Zeit verflog so nur so, und ehe sich die Prappacher versahen, mußten sie ihren Rückweg im Dunkeln durch die Waldwege des Fichtelgebirges zurücklegen. Wenn auch der Abstieg sich in der Nacht etwas in Länge gezogen hatte, es tat der guten Laune keinen Abbruch und man konnte viel erzählen. Der Besuch beim Glasschleifer, den die weniger Wanderbegeisterden machte, war aber nicht weniger eindrucksvoll. Mit geschickten Bewegungen schliff dieser Handwerker Namen und Formen ins Glas, was bei den Prappacher ebenso Bewunderung hervorrief wie das Training auf Rollerski des Biathlon-Nachwuchs vom örtlichen Skiclubs. Wer weis, ob sich unter den Talenten im Kinderalter eines Tages Sportler entwickeln, die in Oberhof oder Ruhpolding die Fans mit ihren Leistungen begeistern.  Daß es auch abends nicht langweilig wurde, dafür sorgte unter anderem Udo, der sich nicht von den Tücken der Technik abhalten ließ, die Bilder, die er mit seinem Smartphone gemacht hatte, den anderen auf dem Flachbildschirm des Seminarraumes zu präsentieren. Vor allem seine Bildersammlung von Sonnenuntergängen kamen sehr gut an, aber auch Bilder von den Familienwochenenden der letzten Jahre. Das Personal des BLSV- Heims unter der Leitung von Siggi Glaser taten mit ihrer Gastfreundschaft ihr übrigens, daß für die Prappacher das Wochenende trotz aller ungünstigen Vorzeichen zum Erlebnis wurden.

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